Generalversammlung 2007 in Schönenwerd
Paul Gugelmann - Museum
Nach den Schulen und einem Welschlandaufenthalt trat Paul Gugelmann in die
Werbeabteilung der Bally Schuhfabriken ein, wurde Grafiker, sodann Créateur und
zog 1951 als ausgebildeter Schuhdesigner nach Paris, wo er für Bally ein
Kreationsstudio aufbaute und während Jahren leitete.Der glücklichen Ehe mit
Erika Huber sind eine Tochter und ein Sohn entsprossen. Trotz grosser
beruflicher Anspannung erfllte ein unbändiger Schaffensdrang seine ganze
Freizeit, beeinflusst durch das so anregende Leben in der französischen
Metropole: Gugelmann malte, zeichnete und modellierte in jeder freien Minute;
eine Spielzeugdampfmaschine, die er als Geschenk für seinen Sohn gekauft hatte,
zerlegte er in ihre Bestandteile und verwandelte sie durch allerlei Beifügungen
phantasievoll in seine erste mobile Skulptur. Bis zu seiner Rückkehr 1969 in die
Schweiz entstanden in konsequenter Weiterbildung acht weitere mit Dampf
betriebene phantastische Skulpturen.

In
der Schweiz, zuerst in Olten, dann in Gretzenbach, nahm das künstlerische
Schaffen seinen unbeirrten Fortgang. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland
brachten grosse Erfolge und eine begeisterte Anhängerschaft. Trotz bedeutenden
Angeboten blieben die 'poetischen Maschinen' unverkäuflich; nach dem Willen des
Künstlers wurden sie 1994 in eine Stiftung eingebracht und können heute in dem
1995 eigens für sie geschaffenen Museum in Schönenwerd besichtigt werden.
Paul Gugelmann hat ebenfalls bedeutende Aufträge für die Öffentlichkeit
ausgeführt, die ihn als Plastiker weitherum bekannt machten; sie zeichnen sich
durch eine außerordentlicher handwerklichen Könnerschaft sowie eine starke
sinnliche Ausdruckskraft aus.

Gruppenbild vor dem Bally-Denkmal
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