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Gerbereien in der Schweiz
Eine eindrückliche Tagung der Internationalen Union der Gerbereichemiker
Verbände fand 1957 in Rom statt, wo der Schweizer Wissenschaftler Dr. A
Gansser- Burckhardt aus Basel anhand eines Modells eines römischen
Legionärs die vielseitige Verwendung von Leder im Altertum aufzeigte.
Jener Gansser-Burckhardt, der auch wegen seiner Studien zur Bekämpfung
der Dasselfliege international bekannt wurde.
Die Herren A. v. Gaffenried und F. Gaspari hatten
1895 das Patent erworben und 1897 in Olten eine Lederfabrik zunächst für
50 Haut pro Tag eingerichtet. Der Aufschwung kam mit einer
modernen Extraktfabrik für
hochkonzentrierte Gerbextrakte, die 1911 angeschlossen wurde. Bereits
1920 war in Olten die Tagesproduktion auf 1000 Haut gestiegen.
Gerbextrakte aus heimischem und italienischem Kastanienholz wurde 1931
in Maroggia im Tessin ausgebaut.
Die Chromgerbung, basierend auf den Knapp`schen
Patenten von 1861, hatte sich langsam in Frankreich und Italien 1870 –
1890 eingeführt aber in der Schweiz für Boxcalf auf ein Unternehmen in
Aarburg und Lugano und für Rindbox auf Lausanne, sowie für Chevreaux auf Baden beschränkt.
Die Chemische Industrie in Basel war mit Farbstoffen und
Lederhilfsmitteln eine wichtige Unterstützung und baute in dieser Zeit
ihre Anwendungstechnischen Abteilungen aus.
Erst 1967 konnten die Schweizer Gerber wieder einen grossen Kongress der
IULTCS in Luzern abhalten und 1995 im grenznahen Friedrichshafen engen
Kontakt pflegen.
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05. August 2010 |