Dr. phil. nat. Paul Hermann Müller-Rüegsegger, Nobelpreisträger
(zeitweise Mitglied des VESLIC)
Paul Hermann Müller, geboren am 12. Januar 1899 in Olten (SO), nahm 1919 sein Studium an der Universität Basel auf. Er belegte Chemie als Hauptfach sowie Physik und Botanik als Nebenfächer und schloss seine Promotion im Jahr 1925 erfolgreich ab.
Am 25. Mai 1925 trat Müller als Forschungschemiker in die J.R. Geigy AG in Basel ein. Seine frühen Arbeiten galten zunächst den pflanzlichen und synthetischen Farbstoffen, bevor er sich zunehmend der Entwicklung synthetischer Gerbstoffe widmete.
Im Herbst 1939 beim Arbeiten mit synthetischen Gerbstoffen gelang ihm die entscheidende Beobachtung der insektiziden Wirkung des hochwirksamen Kontaktgiftes Dichlordiphenyltrichlorethan (DDT). Für die „Entdeckung der starken Wirkung von DDT als Kontaktgift gegen mehrere "Arthropoden" wurde Müller im Jahr 1948 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet – als erster Nichtmediziner, der diesen Preis erhielt.
Da man jedoch seine schädlichen Auswirkungen auf die Tierwelt und die Risiken als Schadstoff für den Menschen erkannte, wurde DDT in den 1970er Jahren in den meisten Ländern der Welt verboten.
Müller blieb der Firma Geigy bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1961 verbunden. Während seiner Forschungsarbeiten an synthetischen Gerbstoffen war er zeitweise auch Mitglied des VESLIC.
Er verstarb am 13. Oktober 1965 in Basel.
